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In der Digitalisierung ist BIM nur ein Werkzeug – jedoch ein sehr effizientes


Dr. Jan Tulke, Quelle: Dirk Michael Deckbar

Interview mit der planen-bauen 4.0, Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH

Die planen-bauen 4.0 GmbH koordiniert und beschleunigt seit ihrer Gründung 2015 die Digitalisierung des deutschen Bauwesens. Sie begleitet die BIM-Pilotprojekte des Bundes im Bereich Hochbau, Straße, Schiene und Wasserstraße. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten zur Standardisierung und Implementierung der modellbasierten Arbeitsweise involviert. Dr. Jan Tulke ist seit 2016 Geschäftsführer der planen-bauen 4.0 GmbH. Im Interview mit dem BIM Magazin erzählt er, wieso Building Information Modeling allen am Bau Beteiligten nutzt und welche Herausforderungen bestehen.

Herr Dr. Tulke, wie sehr verändert das digitale Bauen den Arbeitsalltag der Architekten, Bauingenieure, Fachplaner und Handwerker?

Im Rahmen der BIM-Einführung werden alle Geschäftsprozesse an die digitale Kommunikation und Dokumentation angepasst. Alles, was momentan auf Papier festgehalten wird oder aus Individualabstimmungen resultiert, läuft dann über digitale Modelle und Computerdaten.

Wer wird am meisten von BIM profitieren?

Grundsätzlich alle! In der zeitlichen Abfolge zunächst die Architekten und Planer, bei denen die Modelle in der Planung entstehen. Dank der Methode BIM werden ihre Planungen wesentlich transparenter und effizienter, weil sie sich mit Bauherren und Fachplanern virtuell durch ihre Bauwerksmodelle bewegen können. Ein weiterer wichtiger Vorteil der BIM-Technologie besteht darin, dreidimensionale Modelle gemeinsam für die Abstimmung zu nutzen.… Alles lesen

Was bringt die Digitalisierung für nachhaltige Gebäude?


Sustainable world concept. Bildquelle: i-Stock
Simple Antwort: erstmal nichts. Denn per se, ohne zielführende Anwendungsfälle und die richtige Haltung des Anwenders, tragen digitale Werkzeuge nichts zur Realisierung von Nachhaltigkeit bei.

Digitalisierung ist ein großer Begriff. Vom digitalen
Zwilling über Blockchain, Cybersecurity, Drohneneinsatz, Smart „X“, Sensorik,
Echtzeitüberwachung von Baustellen, Lean Production, Indoor Navigation,
Robotik, KI-Anwendungen bis zu IoT und vielem mehr – ein weites Feld. Welche
Chancen und Risiken bieten sich hier nun für Nachhaltigkeitsziele? Vieles ist
noch nicht untersucht, einige Dinge lassen sich aber schon benennen.

1. Nachhaltigkeit und Planung mit Hilfe digitaler Gebäudemodelle haben eine große Gemeinsamkeit: Beides setzt auf frühe integrale Planung, was dem Gebäude zu Gute kommen kann. Dabei ist es wichtig, bereits in BAP (BIM Abwicklungs Plänen) und AIA (Auftraggeber-Informationsanforderungen) die Aspekte der Nachhaltigkeit anzulegen. Das dafür notwendige Wissen ist nicht automatisch gegeben, womit sich ein Kommunikations- und ggf. Bildungsbedarf bei BIM-Managern ergibt.

2. Variantenuntersuchungen mittels Simulationen oder
Analysen, sowie AR und VR ermöglichen Nachhaltigkeitsaspekte früh in
Entscheidungen einzubeziehen. So ist bei Themen der Ökobilanz (inkl.
Materialdatenbanken) schon eine große Dynamik zu beobachten, ebenso wie bei
Tageslicht und thermischem Komfort – weitere folgen.

3. Zukünftig werden mehr Daten und neue Quellen nutzbar,
zum Beispiel Klimaprognosen für Energiemodelle, und die Quartiers- und
Gebäudeebene miteinander verbunden.… Alles lesen

Das Digitalisierungsjahr 2020 wird spannend für die Baubranche


BIM World MUNICH 2019

München 5. Februar 2020. Nach der 4. BIM World MUNICH bleibt kein Zweifel mehr: die Baubranche bewegt sich mit rasender Geschwindigkeit im digitalen Wandel. Mit hoher Schlagzahl entwickeln sich neue Technologien, von der einfachen Datenerfassung zu Smart Data, KI-Lösungen, CDEs und sicheren Cloudinfrastrukturen. Den Entscheidungsträgern aus der Baubranche wird klar: das Jahr 2020 ist durch die Digitalisierung gekennzeichnet. Ein weiterer Beleg: Bereits heute ist die für 2020 verdoppelte Ausstellungsfläche der 5. BIM World MUNICH über 70% ausgebucht.

Die Bau-, Immobilien- und Städtebauindustrie steht erst am Anfang des Übergangsprozesses und wird mit vielen Systembrüchen konfrontiert. Die BIM World MUNICH unterstützt die Adaption und Integration digitaler Technologien in der Bauwirtschaft und gibt einen tieferen Einblick in Bereiche wie Smart Data, künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Common Data Environment, Big Data und cloudbasierte Lösungen, Sensor- und IoT-Technologien, Facility Management, GIS, Smart Building und Smart Construction Technologien, Laserscanning, digitale Bauprodukte, Infrastrukturen u.v.m.

Die Messe mit über 250 Ausstellern, 8.000
Teilnehmern und 5 Bühnen , einer Innovation Area für Start-Ups und einem
2-tägigen Fachkongress mit führenden BIM Experten der Bauindustrie ist DER
TREFFPUNKT IN D-A-CH FÜR DIE DIGITALISIERUNG DER BAU- und IMMMOBILIENBRANCHE.

Die BIM World MUNICH 2020 findet am 24. und 25. November im
ICM – Internationales Congress Center München statt.
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KOLLABORATION STATT ISOLATION BIM-GEBÄUDEMODELLE IN DER CLOUD BEARBEITEN


Bildquelle: Autodesk
Die Vorteile der BIM-Planungsmethode sind inzwischen weitgehend bekannt. Mehr noch:  Bei öffentlich ausgeschriebenen Infrastrukturprojekten und auch bei großen internationalen Bauvorhaben ist Building Information Modeling zum festen Standard geworden.

Weniger geläufig ist, dass die positiven Aspekte von BIM –
effiziente Prozesse, Kosteneinsparung, Fehlervermeidung – noch um einen
zusätzlichen Baustein erweitert werden können: cloudbasiertes Arbeiten. Wenn
BIM-Gebäudemodelle auf der Cloud gespeichert sind, verläuft die Zusammenarbeit
der Gewerke noch reibungsloser. Ganz einfach, weil jeder autorisierte Nutzer
per Internet auf die Datenplattform zugreifen kann.

Unter dem Namen BIM 360 bietet das Softwareunternehmen Autodesk eine Lösung zur kollaborativen Steuerung und Bearbeitung von Bauprojekten aller Art. Die beteiligten Planungsexperten arbeiten nicht mehr an isolierten Rechnern oder Netzwerken, sondern auf einer gemeinsamen Cloud-Plattform. Über Ländergrenzen hinweg und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Der Austausch von Daten über verschiedene Schnittstellen entfällt damit ebenso wie die Vorhaltung kostspieliger Hardware-Systeme. Im Prinzip können sogar über Smartphone oder Tablet wichtige Informationen ausgetauscht werden. Wenn es sein muss, sogar nachts um elf, bevor in New York Büroschluss ist. Noch viel wichtiger als die Zeit- und Ortsunabhängigkeit ist aber die Möglichkeit zur unbegrenzten interdisziplinären Zusammenarbeit. Ob interne Mitarbeiter, externe Partnerfirmen oder länderübergreifende Planungsteams – sie alle können in Echtzeit und ohne Informationsverlust miteinander in Kontakt treten.

Fallbeispiel: Pflegezentrum Kalksburg in Wien

BIM 360 Lösungen werden seit Jahren erfolgreich eingesetzt,
haben sich also in der Praxis bewährt.… Alles lesen

Pressemitteilung: die 4. BIM-Umfrage der BIM World MUNICH 2019


Zum 4. Mal haben wir unter den Teilnehmern der BIM World MUNICH eine Umfrage über die Erfahrungen und Erwartungen zur Digitalisierung und zu BIM in der Bau- und Immobilienwirtschaft durchgeführt. 152 von ihnen beantworteten die zum Teil über die Jahre gleichgebliebenen Fragen – anonym und online.

Was sich etwa durch die Digitalisierung ändert? Hier betonten viele die neuen Berufe und Leistungsbilder, und dass der Digitale Zwilling zu neue Geschäftsmodellen führe. Die Sorge Mancher auch: Die Planungsgesellschaften werden größer, die Kleinen fallen zunehmend weg. Kein Wunder, dass ein Drittel der Teilnehmer zum wiederholten Male meinten: Der wichtigste Grund für das jetzige Interesse an BIM liege darin, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Und auch nach dem Nutzen gefragt, bestätigte sich ein Bild aus den Vorjahren: Eine bessere integrale Planung und die Verringerung von Fehlern, meinten jeweils über 36 %.

Deutlich wird auch, dass BIM als Methode und Model immer häufiger eingesetzt wird und die Zahl derer, die damit noch keine Erfahrungen haben, weiter zurückgeht. Damit werden aber auch die Kenntnisse über Probleme und Herausforderungen differenzierter. So bewirke die hohe Zahl an Softwareprodukten eine große Unübersichtlichkeit. Diese vier Bereiche führen eindeutig das Feld der genannten Herausforderungen insgesamt an: Softwareprodukte seien oft nicht weit genug und fehlende Schnittstellen seien ein Übel; um BIM erfolgreich einzusetzen, seien schwierige Maßnahmen im Change-Management erforderlich; hohe Ansprüche würden an Weiterbildung und Materialausstattung gestellt; und die Notwendigkeit, auch wirklich alle Fachplaner bzw.… Alles lesen